Dresdner Abwassertagung

Rückblick zur

19. Dresdner Abwassertagung

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19. Dresdner Abwassertagung 7./8. März 2017

Auf der Dresdner Abwassertagung mit fast 600 Teilnehmern ging es besonders um Innovationen und den fachlichen Austausch. Dabei zeigen auch 105 Aussteller Neuheiten auf ihrem Gebiet.

Die Wasserreiniger in Dresden- Kaditz sind dafür bekannt, innovativ zu arbeiten. Doch in der Branche macht sich Unmut über immer neue Verordnungen und zunehmende Bürokratie breit. Jetzt steht eine vierte Reinigungsstufe im Raum, Klärschlamm soll nicht mehr auf die Felder, Phosphor rückgewonnen werden. Johannes Kempmann, Präsident des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft, wünscht sich ein vernünftiges Maß an Vorgaben der Politik. Jetzt gehe es um Übergangszeiten und die Umsetzung.

Diese wiederum ist mit hohen Investitionskosten verbunden. Minister Fritz Jaeckel, der Chef der sächsischen Staatskanzlei, verwies in seiner Rede auf beachtliche Erfolge der vergangenen Jahrzehnte. Er warnte aber zugleich vor einer weiteren Ausweitung der Vorgaben und damit Belas-tungen für die Wirtschaft. Umwelt- und Klimaschutz seien zweifelslos wichtig. „Aber unsere Systeme funktionieren und sollten nicht immer durch neue Verschärfungen erschwert werden“, forderte er.

Die Aufarbeitung des Klärschlamms werde beispielsweise zu einer Erhöhung der Kosten von etwa fünf Cent pro Kubikmeter führen. Bis zu sieben Cent sind es für die Phosphorrückgewinnung. Jaeckel sprach von Mehrkosten von drei Euro pro Einwohner und Jahr. Dabei sei Abwasser nur ein Beispiel. Hohe Belastungen durch Energieverordnungen führten kürzlich dazu, dass sich ein Autobauer für einen Standort in Polen statt in Sachsen entschieden hätte.

Zu diskutieren sei es auch, wie die Verursacher stärker bei den Kosten einbezogen werden und nicht nur die Bürger. Gunda Röstel, Geschäftsführerin der Stadtentwässerung Dresden, nannte als Beispiele Pharmaindustrie und Landwirtschaft. Aber auch die Dresdner haben direkt Einfluss auf  die  Abwasserkosten. Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen (Grüne) verwies auf die Internet-Kampagne der Stadtentwässerung „Kein-Muell-ins-Klo.de“.

Im nächsten Jahr findet die Tagung, die zu den fünf größten in Deutschland gehört, zum 20. Mal statt. Diesen Termin sollten Sie sich schon einmal vormerken: 7. März 2018.

Sollten Sie Ideen, Hinweise und Referenten für die 20. Dresdner Abwassertagung haben (6./7. März 2018), dann freuen wir uns auf Ihre E-Mail (info@dresdner-abwassertagung.de). Unter den Einsendungen, die uns bis zum 31. März 2017 erreichen, verlosen wir einen Smart-TV, einen 360°-Lautsprecher und ein Fitnessarmband.

Ihr Organisationsteam der
Dresdner Abwassertagung

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Video zur Abwasssertagung 2017

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Programm 2017

Mittwoch, 08. März 2017
09:00 Uhr

Eröffnung

Gunda Röstel
Kaufm. Geschäftsführerin Stadtentwässerung Dresden GmbH

09:05 Uhr

Grusswort der Landeshauptstadt Dresden

Eva Jähnigen
Beigeordnete für Umwelt und Kommunalwirtschaft

09:10 Uhr

Handlungs- und Veränderungsbedarf jetzt!

Die wichtigsten Herausforderungen unserer Zeit – Aufschieben verboten!

Dr. Fritz Jaeckel
Staatsminister und Chef der sächsischen Staatskanzlei

DAT-2017-Handlungs-und-Veraenderungsbedarf-jetzt.pdf
09:30 Uhr

Die Branche ist am Ball – aber wie gut spielt sie?

Sind wir auf dem richtigen Weg? Kommen wir auch voran? Genügt das Tempo?

Johannes Kempmann
Präsident des BDEW, Technischer Geschäftsführer der Städtischen Werke Magdeburg GmbH & Co. KG

09:50 Uhr

Die deutsche Wasserwirtschaft im Ausland – mehr als ein Geschäftsauftrag

Leisten wir, was unser „guter Ruf“ verspricht? Wie sind wir organisiert? Wie treten wir auf?

Dr. Fritz Holzwarth
Vorstand von German Water Partnership, Berater in den Niederlanden zu „Capacity Development“, ehemals Unterabteilungsleiter Wasser BMUB

DAT-2017-Die-deutsche-Wasserwirtschaft-im-Ausland.pdf
10:10 Uhr

Podiumsdiskussion

10:30 Uhr

Kaffeepause / Fachausstellung

11:00 Uhr

Mikroschadstoff-Emissionen zurückdrängen – der Weg ist das Ziel

Neue Erkenntnisse aus der laufenden Arbeit am Forschungsprojekt „MikroModell“

Mitglieder des Projektteams
Wissenschaftler der TU Dresden und der TU Bergakademie Freiberg sowie der Praxispartner aus Plauen, Chemnitz und Dresden

DAT-2017-Umgang-mit-Mikroschadstoffen-in-Sachsen.pdf
11:20 Uhr

Revision von Kläranlagen aus den neunziger Jahren

Wachsender Revisionsbedarf in den ostdeutschen Ländern – Herausforderung und Chance

Dr. Gerrit Ermel, Dr. Ellen Werner
Dr. Born – Dr. Ermel GmbH – Ingenieure
Achim und Freital

DAT-2017-Revision-von Klaeranlagen-der-1990iger-Jahren.pdf
11:40 Uhr

Klärschlamm als eine vielseitig verwendbare Ressourcenquelle

Die Klärschlammverwertung von morgen – auf der Suche nach innovativen Gemeinschaftslösungen

Ralf Czarnecki
Prokurist REMONDIS Aqua GmbH & Co. KG

DAT-2017-Die-Klaerschlammverwertung-von-morgen.pdf
12:00 Uhr

Diskussion

12:20 Uhr

Mittagspause / Fachausstellung

13:20 Uhr

Alle im selben Boot und die Kommune als Lotse

Innerstädtischen Leitungsbau optimal koordinieren – Erfahrungen des Dresdner Straßen- und Tiefbauamtes

Prof. Reinhard Koettnitz
Amtsleiter des Straßen- und Tiefbauamtes der Landeshauptstadt Dresden

DAT-2017-Alle-im-selben-Boot-und-die-Kommune-als-Lotse.pdf
13:40 Uhr

Koordiniertes Bauen, medienübergreifender Netzbau

Von Anfang an eine Gemeinschaftsaufgabe für alle Beteiligten

Dr. Joachim Reichert
Leiter Planung und Bau der Berliner Wasserbetriebe

DAT-2017-Koordiniertes-Bauen-medienuebergreifender-Netzbau.pdf
14:00 Uhr

Inspektion und Wartung von Abwasserdruckleitungen

Arbeitsstand und Ausblick aus Sicht der DWA-Arbeit

Detlef Hylla
hanseWasser Bremen GmbH, Bereich Abwasserwerke

DAT-2017-Inspektion-und-Wartung-von-Abwasserdruckleitungen.pdf
14:20 Uhr

Viele Helfer = viel Hilfe!

Unsere Branche in Not- und Krisenregionen der Welt - ein Bericht und Hilferuf der „arche nova“

Andrea Bindel
Projektleiterin der Arche Nova - Initiative für Menschen in Not e. V.

DAT-2017-Viele-Helfer=Viel-Hilfe.pdf
14:40 Uhr

Diskussion

15:00 Uhr

Kaffeepause / Fachausstellung

15:30 Uhr

Präsentieren sie noch oder faszinieren Sie schon?

Abschied vom "Betreuten Lesen"

Matthias Pöhm
Der beste Rhetoriktrainer im deutschsprachigen Raum

16:30 Uhr

Schlusswort

Gunda Röstel
Kfm. Geschäftsführerin der Stadtentwässerung Dresden GmbH

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